Tag-Archive: Saint Gobain

Foto des Tages: „Pflege“ eines Obstbaumstreifens der Fa. Rigips

Durch | Oktober 1, 2026

KOMMENTAR Das Foto zeigt einen Obstbaumstreifen zwischen Osterode am Harz und Förste, der als sogenannte Ersatzmaßnahme der Firma Rigips, Tochter des französischen Konzerns Saint Gobain, für den erweiterten Tagebau im Biodiversitätshotspot Gipskarstlandschaft angelegt wurde. Es dokumentiert keine naturverträgliche Pflege, sondern eine flächige Zerstörung: Unter den Obstbäumen wurde die gesamte Grünfläche mit Kreiselmähern derart tief bearbeitet, dass nicht nur… Weiterlesen »

Milliardengeschäft mit Mindestlohn: Die sozialen und ökologischen Kosten des Gipskarton-Booms

Durch | September 29, 2026

KOMMENTAR Der Boom beim Trockenbau mit Gipskartonplatten ist eng verknüpft mit prekären Arbeitsbedingungen, dem Einsatz ungelernter Hilfskräfte zu Niedriglöhnen und der rasanten Ausweitung des Naturgipsabbaus in ökologisch sensiblen Regionen wie der Gipskarstlandschaft südlich des Harzes. Während die großen Baustoffkonzerne Knauf, Saint-Gobain und Casea mit dem Rohstoff, der praktisch zum Nulltarif aus der Landschaft gewonnen wird, Milliardengewinne erwirtschaften und… Weiterlesen »

Analyse: Warum Gips nicht essentiell für die Bauwirtschaft ist

Durch | September 28, 2026

Aus wissenschaftlicher, bauphysikalischer und materialtechnischer Sicht ist die Aussage, Gips wäre als Baustoff „essentiell“, also alternativlos und zwingend notwendig, falsch. Gips spielt im modernen Bauen zwar eine dominante ökonomische Rolle im Bereich des schnellen und vor allem billigen Innenausbaus. Er besitzt jedoch keine einzige bautechnische Eigenschaft, die nicht durch andere, oft ökologischere Materialien ersetzt werden kann. Gips versagt… Weiterlesen »

Wandergütesiegel für eine ausgeräumte Landschaft: Über Karstwanderweg und Gipsindustrie – ein Kommentar

Durch | September 24, 2026

Der Karstwanderweg, praktisch überall südlich des Harzes durch Schilder mit rot-weiß hinterlegtem K gekennzeichnet, wird neuerdings auf den Flyern des Vereins als „Qualitätsweg“ des Deutschen Wanderverbandes beworben. Stadt und Tourismusverband nutzen das Siegel und vermitteln dem interessierten Besucher der Region: Die so beschilderten Wege bieten Wanderglück in einmaliger Natur; hier werden Lebensräume geachtet. In Wirklichkeit aber wird mit… Weiterlesen »

Gipskarst: Osterode am Harz subventioniert Multimilliardenkonzerne – ein Kommentar

Durch | Februar 4, 2026

Osterode am Harz liegt am Rand des bedeutendsten Gipskarstgebiets Mitteleuropas, das vom Bundesamt für Naturschutz als Hotspot der biologischen Vielfalt Nr. 18 („Südharzer Zechsteingürtel, Kyffhäuser und Hainleite“) ausgewiesen ist – einer der nur 30 „Schatzkästen der Natur“ in Deutschland. Diese einzigartige Karstlandschaft mit Höhlen, Dolinen, Erdfällen, Karstquellen und hoher Dichte bedrohter Arten ist durch den Bergbau massiv gefährdet… Weiterlesen »