Tag-Archive: Gipskarst

Analyse: Warum Gips nicht essentiell für die Bauwirtschaft ist

Durch | September 28, 2026

Aus wissenschaftlicher, bauphysikalischer und materialtechnischer Sicht ist die Aussage, Gips wäre als Baustoff „essentiell“, also alternativlos und zwingend notwendig, falsch. Gips spielt im modernen Bauen zwar eine dominante ökonomische Rolle im Bereich des schnellen und vor allem billigen Innenausbaus. Er besitzt jedoch keine einzige bautechnische Eigenschaft, die nicht durch andere, oft ökologischere Materialien ersetzt werden kann. Gips versagt… Weiterlesen »

Wandergütesiegel für eine ausgeräumte Landschaft: Über Karstwanderweg und Gipsindustrie – ein Kommentar

Durch | September 24, 2026

Der Karstwanderweg, praktisch überall südlich des Harzes durch Schilder mit rot-weiß hinterlegtem K gekennzeichnet, wird neuerdings auf den Flyern des Vereins als „Qualitätsweg“ des Deutschen Wanderverbandes beworben. Stadt und Tourismusverband nutzen das Siegel und vermitteln dem interessierten Besucher der Region: Die so beschilderten Wege bieten Wanderglück in einmaliger Natur; hier werden Lebensräume geachtet. In Wirklichkeit aber wird mit… Weiterlesen »

Vom Schutzgebiet zur Sprengzone: Rump & Salzmann tauscht Naturschutz-Schilder gegen Waldwarnschilder – ein Kommentar

Durch | Juli 24, 2026

Es geschah ohne viel Aufhebens: Stück für Stück verschwanden im Naturschutzgebiet Gipskarstlandschaft bei Ührde jene Schilder, die Besuchern unter anderem verbieten, Pflanzen und Tiere zu stören oder Wege zu verlassen – und ebenso klammheimlich wurden sie von der Bergbaufirma Rump & Salzmann durch solche ersetzt, die vor herabfallenden Ästen warnen. Wohl gemerkt: Es handelt sich immer noch um… Weiterlesen »

NSG Gipskarstlandschaft bei Ührde: Wie das Naturschutzziel „Offenhaltung der Landschaft“ geschützten Arten die Lebensgrundlage raubt

Durch | Juni 30, 2026

In der Gipskarstlandschaft bei Ührde führt falsche Beweidung mit Schafen zu deutlichen Schäden an der Vegetation. Das Foto zeigt abgefressene Blüten und Kräuter sowie niedergetrampelte Reste harter Gräser. Schafe fressen hochselektiv: Sie bevorzugen zunächst die obersten Pflanzenteile und besonders Blütenköpfe nährstoffreicher Arten. Hierzu zählen neben den streng geschützten Knabenkräutern, der Bocks-Riemenzunge, verschiedenen Ragwurz-Arten, den Stendel- und Händelwurz-Arten und… Weiterlesen »

Geschredderte Säume im Naturschutzgebiet: Landkreis Göttingen missachtet eigene Schutzpflichten

Durch | März 3, 2026

Tatort NSG Gipskarstlandschaft bei Ührde: Wieder einmal wurden hier, dieses Mal an einem Wanderweg über den Rötzel, über ca. 600 m Feldrandgehölz mit einem Schlegelmulcher bearbeitet. Der Einsatz von Schlegelmulchern an Feldgehölzen in einem Naturschutzgebiet ist fachlich wie ethisch kaum zu rechtfertigen, weil er genau jene Strukturen zerstört, die Schutzgebiete eigentlich bewahren sollen. Wo Äste und Bodentriebe flächig… Weiterlesen »

Gipskarst: Osterode am Harz subventioniert Multimilliardenkonzerne – ein Kommentar

Durch | Februar 4, 2026

Osterode am Harz liegt am Rand des bedeutendsten Gipskarstgebiets Mitteleuropas, das vom Bundesamt für Naturschutz als Hotspot der biologischen Vielfalt Nr. 18 („Südharzer Zechsteingürtel, Kyffhäuser und Hainleite“) ausgewiesen ist – einer der nur 30 „Schatzkästen der Natur“ in Deutschland. Diese einzigartige Karstlandschaft mit Höhlen, Dolinen, Erdfällen, Karstquellen und hoher Dichte bedrohter Arten ist durch den Bergbau massiv gefährdet… Weiterlesen »

Die 2014er-Kompensationsvereinbarung des BUND Westharz – Ein fauler Kompromiss, der Zerstörung legitimiert

Durch | Januar 10, 2026

Editorial. Die Unterzeichnung der sogenannten „zusätzlichen Kompensationsvereinbarung“ durch Dr. Friedhart Knolle (BUND Westharz) und Ursula Glock-Menger (NABU Osterode) im März 2014 stellt einen der schwerwiegendsten strategischen Fehler dar, den deutsche Naturschutzverbände in den letzten Jahrzehnten in einem konkreten Landschafts-Schutzkonflikt begangen haben. Diese Vereinbarung war keine pragmatische Verbesserung des Status quo – sie war die entscheidende Voraussetzung dafür, dass… Weiterlesen »

Zwischen Wissen, Willen und Wirken: Nur Konsequenz kann uns retten – ein Kommentar

Durch | März 24, 2025

Die Diskrepanz zwischen den theoretischen Bekundungen zur Bekämpfung des Klimawandels und des Biodiversitätsverlusts und den tatsächlichen Aktivitäten ist frappierend und besorgniserregend. Einerseits zeigen Umfragen und Studien ein wachsendes Bewusstsein für die Dringlichkeit dieser Probleme. Laut dem Global Carbon Budget 2024 haben die globalen CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen und Zement im Jahr 2024 einen neuen Rekordwert von 37,4 Milliarden… Weiterlesen »