
Shenyang/Nepal – Baumfällung und Holzrückung belasten Nepals Salwälder auf unterschiedliche Weise: Die Fällung schädigt vor allem die Kronen verbleibender Altbäume, die Holzrückung dagegen junge Sämlinge. Das zeigt eine Feldstudie in zwei Wäldern des Distrikts Udayapur. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Agricultural Ecology and Environment veröffentlicht (DOI: 10.48130/aee-0026-0012).
Die Forschenden untersuchten 30 Kreisflächen um zur Ernte vorgesehene Bäume sowie 30 Transekt entlang von Rückegassen in einem Gemeinschaftswald und einem Nationalwald. Vor dem Einschlag wurden die Bestände erfasst, um neue Schäden von bereits vorhandenen Verletzungen zu unterscheiden. Von den geschädigten Sämlingen waren 45,41 Prozent auf die Holzrückung und 43,35 Prozent auf die Fällung zurückzuführen. Bei den verbleibenden Altbäumen verursachte die Fällung 58,06 Prozent der Schäden – überwiegend Kronenschäden –, die Rückung 22,58 Prozent, häufig Verletzungen am Stammfuß.
Salwälder, dominiert von Shorea robusta, liefern Holz, speichern Kohlenstoff, erhalten Biodiversität und sichern lokale Lebensgrundlagen. Gleichzeitig schädigt der Holzeinschlag die nachwachsende Generation. Die Studie unterstreicht, dass nachhaltiger Einschlag nicht nur die Auswahl der zu fällenden Bäume betrifft, sondern auch den Schutz von Sämlingen und Restbeständen.
Einordnung
Die Ergebnisse liefern konkrete Hinweise für eine schonendere Waldbewirtschaftung: gerichtete Fällung, sorgfältig geplante Rückegassen und geschulte Arbeitskräfte können vermeidbare Schäden deutlich verringern. Korrespondierender Autor ist Rajeev Joshi; beteiligt waren Forschende unter anderem der Shenyang Agricultural University sowie aus Nepal und Australien.

Credits
Nisha Dhungel Rajeev Joshi Jeetendra Gautam Aman Prabhakar Saraswoti Adhikari Tek Maraseni und Han Zhang

