Shenyang – In einer landesweiten Analyse von 192 kommerziellen Teeproben aus allen sechs großen Teekategorien und 16 chinesischen Provinzen wurden in allen Proben messbare Mengen an polychlorierten Biphenylen (PCBs) nachgewiesen. Die Gesamtkonzentrationen lagen zwischen 9,36 und 4.490 Pikogramm pro Gramm Trockentee. Das zeigt eine Studie, die in der Fachzeitschrift New Contaminants veröffentlicht wurde (DOI: 10.48130/newcontam-0026-0019).
Dunkler Tee wies mit durchschnittlich 549 pg/g die höchsten Werte auf, gefolgt von Oolong-Tee (241 pg/g). Gelber Tee lag mit 93,3 pg/g am niedrigsten. Regional lag Guangdong mit 505 pg/g an der Spitze, gefolgt von Yunnan, Chongqing, Guangxi und Shaanxi. Überwiegend fanden sich niedriger chlorierte PCBs, insbesondere Trichlorbiphenyle; CB-28 und CB-52 trugen stark zum Profil bei.
Die Verarbeitung von grünem Tee erhöhte die PCB-Konzentration von 51,2 auf 63,7 pg/g, der Unterschied war jedoch statistisch nicht signifikant. Die Gesundheitsrisikobewertung ergab, dass die PCB-Aufnahme über Tee auch bei hohem Konsum weit unter den tolerierbaren Aufnahmeschwellen bleibt und kein nennenswertes Gesundheitsrisiko darstellt.
Korrespondierender Autor Wenfeng Zhou erklärte, die Studie liefere eine nationale Bestandsaufnahme und zeige, wo PCBs im Tee vorkommen und welche Rolle die Verarbeitung spiele. Aufgrund der Umweltpersistenz der Stoffe bleibe eine fortgesetzte Überwachung sinnvoll.
Credits
Xingyi Wu Jianing Xin Yaqun Fan Su Zhang Xiaoxu Han Jun Cao Wenfeng Zhou Haixiang Gao und Shujun Dong

