
Eine neue Veröffentlichung führender europäischer Meereswissenschaftler mit dem Titel Navigating the Future VI (NFVI) unterstreicht unser mangelndes Verständnis des Eindringens von Salzwasser in küstennahe Süßwassersysteme unter aktuellen und zukünftigen Klimaszenarien und seiner Auswirkungen auf die Küstengemeinden. Wie viel Salzwasser gelangt in diese Systeme? Führen Auswirkungen des Klimawandels wie höhere Meeresspiegel und wärmeres Wetter zu einer verstärkten Nutzung unterirdischer Süßwasserreserven, wodurch dieses Eindringen wahrscheinlicher wird? Navigating the Future VI wurde von einem Team aus Experten der Meereswissenschaften verfasst und macht deutlich, dass wir Ozean und Süßwasser nicht länger getrennt betrachten und verwalten können.
Die Widerstandsfähigkeit gegenüber Wasser wurde bereits als zentraler Schwerpunkt für das neue Kollegium der Kommissare der Europäischen Kommission identifiziert, und zu Beginn ihrer offiziellen Anhörungen betonen wir die wichtige Rolle des Ozeans bei der Gewährleistung dieser Widerstandsfähigkeit.
Diese Veröffentlichung bietet Regierungen, politischen Entscheidungsträgern und Geldgebern fundierte, unabhängige wissenschaftliche Beratung zur zukünftigen Meer- und Ozeanforschung. Das Kapitel „Ozean und Süßwasser“ des NFVI stellt die vielen Verbindungen und Wege zwischen den Ozean- und Süßwassersystemen vor und beleuchtet die wichtigsten unbeantworteten Fragen:
In welchem Ausmaß dringt Salzwasser aus dem Ozean in unsere Süßwasserreserven an Land ein?
Welche gefährlichen Mikroorganismen könnten durch den Klimawandel in unser Wasser gelangen, wenn es zu mehr Niederschlägen kommt und Eis und Permafrost schmelzen?
Über welche Wege können Wasserschadstoffe ins Meer und zu uns gelangen?
Können einige aus dem Abwasser entfernte Schadstoffe wiederverwendet werden?
Wie können wir eine Politik gestalten, die mit neu auftretenden Schadstoffen und neuen Erkenntnissen über sie umgehen kann?
https://www.marineboard.eu/publications/nfvi


