
Mecklenburg-Vorpommern setzt auf mehr Offenheit in der Wissenschaft: Am gestrigen Dienstag wurde die Open-Access-Strategie für Wissenschaft und Forschung vorgestellt. Ziel ist es, Forschungsergebnisse der Hochschulen im Land möglichst frei zugänglich und nachnutzbar zu machen. Die Strategie wurde gemeinsam mit den Universitäten Greifswald und Rostock sowie der Hochschule Wismar entwickelt.

Die Initiative zielt darauf ab, wissenschaftliche Publikationen, Forschungsdaten und Kulturobjekte ohne Bezahlschranken verfügbar zu machen, obwohl viele öffentlich finanzierte Forschungsergebnisse bisher hinter solchen verborgen bleiben. Durch freien Zugang soll der Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gefördert und die Wirkung öffentlich finanzierter Forschung gesteigert werden. Zudem soll die Sichtbarkeit der Forschung aus Mecklenburg-Vorpommern erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit bei der Einwerbung von Drittmitteln gestärkt werden.
Ein Kernstück der Strategie ist der Aufbau einer landesweiten Unterstützungs- und Beratungsstruktur sowie die Förderung sogenannter Diamond-Open-Access-Modelle, bei denen wissenschaftliche Publikationen ohne Kosten für Autoren und Leser veröffentlicht werden. Dafür stellen das Wissenschaftsministerium und die Universitäten Greifswald und Rostock insgesamt eine Million Euro bereit. Die Strategie ist Teil der digitalen Transformation der Hochschulen und knüpft an weitere Themen wie Forschungsdatenmanagement, Künstliche Intelligenz und Forschungssicherheit an. Durch Kooperationen zwischen den Hochschulen sollen Synergien geschaffen und die Digitalisierung vorangetrieben werden. Die Strategie adressiert zudem Potenziale in Bereichen wie Kulturgutdigitalisierung und Forschungsinformationen, um die Zusammenarbeit und den Wissenstransfer zu verbessern.
Die Open-Access-Strategie setzt einen Landtagsbeschluss um und gilt als Meilenstein für eine transparente und inklusive Wissenschaftspraxis. Sie unterstützt Forschende dabei, ihre Ergebnisse unter offenen Lizenzen zu veröffentlichen, ohne die Souveränität über ihre Publikationsprozesse zu verlieren. Mecklenburg-Vorpommern will damit seine Position im internationalen Wissenschaftswettbewerb stärken.
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