
Braunschweig/Göttingen (Labnews Media LLC) – In Niedersachsen sind sieben Wildbienenarten erstmals nachgewiesen worden. Drei dieser Erstnachweise stammen vom Julius Kühn-Institut (JKI) für Bienenschutz in Braunschweig. Insgesamt wurden 40 bemerkenswerte Wildbienenarten für das Bundesland dokumentiert.
Zu den Erstnachweisen des JKI gehören die Grobpunktierte Maskenbiene (Hylaeus punctatus), die Runzelwangige Schmalbiene (Lasioglossum puncticolle) und die Malven-Langhornbiene (Tetralonia macroglossa). Darüber hinaus gelang dem Institut der Zweitnachweis der sehr seltenen Stumpfen Zweizahnbiene (Dioxys cinctus).

Die Ergebnisse wurden unter Federführung der Biologischen Schutzgemeinschaft (BSG) Göttingen in der Zeitschrift „Artenfocus Niedersachsen“ veröffentlicht. Die Funde aus den Jahren 2020 bis 2024 stammen aus mehreren Projekten, darunter dem BeesUp-Projekt und dem Langzeit-Fangschalenmonitoring des JKI.
Die Nachweise bestätigen den Trend, dass zahlreiche Wildbienenarten ihr Verbreitungsgebiet in Richtung Nordwesten ausweiten – auch bedingt durch die Klimaerwärmung. Die Daten bilden eine wichtige Grundlage für die Aktualisierung der Roten Liste und für konkrete Schutzmaßnahmen.
Zusätzlich haben die Forschenden eine KI-gestützte Wildbienenerkennungsfunktion entwickelt, die unter mapbee.tu-ilmenau.de frei verfügbar ist.

