
Miami (Labnews Media LLC) – Die Integration von Makroalgen in integrierte multi-trophische Aquakultur-Systeme (IMTA) kann Abfallprodukte aus der Meeresfischzucht deutlich reduzieren oder sogar vollständig eliminieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der University of Miami Rosenstiel School of Marine, Atmospheric, and Earth Science.
In einem Pilot-IMTA-System testeten die Forschenden vier einheimische Makroalgen-Arten der Südost-USA und Karibik unter realen Bedingungen mit Abwässern aus der Gelbschwanz-Schnapper-Zucht. Die Algen nahmen nährstoffreiches Wasser auf und senkten den Gesamt-Ammoniak-Stickstoff (TAN) auf Werte unter der Nachweisgrenze. Gleichzeitig produzierten die Algen eine wertvolle Sekundärkultur, die zusätzliche Einnahmen ermöglicht und die Gesamtproduktivität steigert.
„Diese Ergebnisse zeigen, wie Makroalgen in IMTA-Systemen Abfall reduzieren und gleichzeitig eine wertvolle zweite Ernte liefern können“, sagte Studienleiter John D. Stieglitz. Die Arbeit bietet Aquakultur-Betrieben eine praktische Grundlage für die Auswahl geeigneter Algenarten und trägt dazu bei, Nachhaltigkeitsziele besser zu erreichen.
Die Studie unterstreicht das Potenzial von IMTA, um Umweltbelastungen zu mindern, ohne die Produktion von Meeresfischen einzuschränken. Sie wurde am 10. Februar 2026 in der Fachzeitschrift Aquaculture International veröffentlicht.
Die Ergebnisse sind besonders relevant für die wachsende Aquakultur in der Südost-USA und der Karibik, wo nachhaltige Lösungen für die Entwicklung von Meeresfischzuchten gesucht werden.
Aquaculture International
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Haley Lasco

