Weltweit essen Jugendliche zu wenig gesunde pflanzliche Lebensmittel

Durch | Juli 8, 2026
Repeating grid of broccoli florets and small orange and red tomatoes on bright blue background.

Kinder und Jugendliche weltweit verzehren weiterhin zu wenig gesunde pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen. Zu diesem Ergebnis kommt eine große internationale Analyse der Tufts University, die Ernährungsdaten aus 185 Ländern über fast 30 Jahre auswertete.

Die Studie, die im Fachjournal BMJ Global Health veröffentlicht wurde, zeigt, dass der tägliche Verzehr gesunder pflanzlicher Lebensmittel global von 1,19 Portionen bei Kindern unter einem Jahr auf 3,55 Portionen bei 15- bis 19-Jährigen ansteigt. Dennoch bleiben die Mengen insgesamt niedrig. Besonders gering fiel der Konsum in Südasien aus, während Kinder und Jugendliche in Ost- und Südostasien vergleichsweise höhere Mengen zu sich nahmen – vor allem durch einen höheren Verzehr von nicht-stärkehaltigem Gemüse.

In den meisten Regionen stieg der Verzehr mit dem Alter an. Eine Ausnahme bilden die einkommensstarken Länder, in denen der Konsum mit zunehmendem Alter sogar abnahm. Besonders auffällig ist die Entwicklung in den USA: Kleinkinder unter zwei Jahren nahmen dort mit 2,7 Portionen täglich noch vergleichsweise viel zu sich – einer der höchsten Werte weltweit. Bei Kindern und Jugendlichen zwischen 2 und 19 Jahren sank der Verzehr jedoch auf nur 1,8 Portionen pro Tag, einer der niedrigsten Werte international.

„Ernährungsgewohnheiten, die in der Kindheit geprägt werden, beeinflussen die Gesundheit ein Leben lang. Dennoch bleibt der Verzehr gesunder pflanzlicher Lebensmittel bei Kindern und Jugendlichen weltweit niedrig“, sagte Erstautorin Sydney Yearley von der Tufts University.

Die Forscher werteten Daten der Global Dietary Database aus mehr als 1.200 Ernährungserhebungen aus. Berücksichtigt wurden Obst, nicht-stärkehaltiges und stärkehaltiges Gemüse (ohne Kartoffeln), Hülsenfrüchte sowie Nüsse und Samen. Zwischen 1990 und 2018 stieg der globale Verzehr insgesamt leicht an – mit Ausnahme Südasien.

Seniorautor Prof. Dariush Mozaffarian, Kardiologe und Direktor des Food is Medicine Institute an der Tufts University, betonte die Bedeutung einer ausreichenden Zufuhr: „Wenn Kinder nicht genug der richtigen Lebensmittel bekommen, leidet ihr Körper und Geist – mit Auswirkungen auf Energie, Stoffwechsel, Lernfähigkeit und Stimmung.“

Die Ergebnisse liefern eine wichtige Grundlage, um Lücken in der Ernährung von Kindern zu schließen und den Zugang zu nährstoffreichen, minimal verarbeiteten pflanzlichen Lebensmitteln weltweit zu verbessern.

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Die Analyse zeigt dass Kinder und Jugendliche relativ geringe Mengen an pflanzlichen Lebensmitteln zu sich nehmen von 119 Portionen pro Tag bei Kindern unter einem Jahr bis zu 355 Portionen pro Tag bei 15 bis 19 Jährigen wobei es nur geringe Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt

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Alonso NicholsTufts Universität
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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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