Wespen als biologische Schädlingsbekämpfer

Durch | August 3, 2026

Wespen sind keine lästigen Sommerplagegeister, sondern hocheffiziente, kostenlose Schädlingsbekämpfer. Während erwachsene Tiere vor allem Nektar, Pflanzensäfte und im Spätsommer Zuckerquellen suchen, füttern sie ihre Larven mit tierischem Eiweiß. Dafür jagen die Arbeiterinnen unermüdlich andere Insekten.

Ein einzelnes Volk der Gemeinen oder Deutschen Wespe erbeutet täglich mehrere hundert bis über zweitausend Gramm Insekten – Fliegen, Mücken, Bremsen, Blattläuse, Raupen, Motten und Spinnen. Schätzungen des BUND sprechen von bis zu 3000 Beutetieren pro Tag und kleinem Staat. Über die gesamte Saison summiert sich das zu einer beachtlichen Menge. Hornissen übertreffen das noch: Ein gut entwickeltes Volk vertilgt bis zu einem halben Kilogramm Insekten täglich, darunter auch Wespen selbst.

Diese räuberische Tätigkeit hält Populationen von potentiellen Schädlingen natürlich in Schach. Im Garten reduzieren Wespen Blattlauskolonien und Raupenfraß an Obst- und Gemüsepflanzen. In der Landwirtschaft können soziale Wespen zur Regulation von Schadinsekten beitragen und den Bedarf an chemischen Insektiziden senken. Studien aus anderen Ländern zeigen, dass gezielte Förderung oder Umsiedlung von Faltenwespen-Völkern den Schädlingsdruck auf Kulturpflanzen wie Mais oder Zuckerrohr messbar verringern kann.

Neben den staatenbildenden Arten spielen auch solitäre und parasitische Wespen (etwa Schlupfwespen) eine zentrale Rolle. Viele legen ihre Eier in oder auf Schädlinge und deren Larven und töten diese von innen. Solche Nützlinge werden bereits gezielt in Gewächshäusern und im biologischen Pflanzenschutz eingesetzt.

Der ökologische Nutzen geht über die reine Schädlingskontrolle hinaus: Wespen bestäuben Pflanzen, verwerten Aas und dienen selbst als Nahrung für Vögel und andere Tiere. Ihre Vernichtung – sei es aus Panik oder Unwissen – schwächt genau jene natürlichen Regulationsmechanismen, die Gärten und Felder gesund halten.

Wer Wespen duldet, wo es vertretbar ist, und Nester nicht vorschnell vernichtet, setzt auf biologische Schädlingsbekämpfung statt auf Gift. Die Tiere erledigen die Arbeit ohnehin – leise, effizient und ohne Rückstände.

Wespen sind biologischen Schädlingsbekämpfer Symbolbild Credits Unsplash
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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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