Klima: Künstliche Bewässerung in den USA spart massiv Treibhausgase ein

Durch | September 15, 2026

Die künstliche Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen in den USA verhindert laut einer neuen Studie erhebliche Treibhausgasemissionen durch den Schutz von unberührter Natur. Wie Forscher der Colorado State University in einer am 14. September 2026 im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (DOI: 10.1073/pnas.2528170123) veröffentlichten Arbeit zeigen, ermöglicht die Bewässerung höhere Erträge auf weniger Fläche. Ohne diese Methode müssten riesige Naturräume in Ackerland umgewandelt werden, was Schätzungen zufolge 363-mal mehr Emissionen freisetzen würde, als die Bewässerung selbst verursacht.

Durch die künstliche Bewässerung werden laut der Untersuchung rechnerisch 6,86 Gigatonnen an Emissionen vermieden. Das ist mehr als die gesamten jährlichen Treibhausgasemissionen der USA im Jahr 2024 (5,91 Gigatonnen) oder etwa 13 % der weltweiten Jahresemissionen. Bei der Umwandlung von natürlichen Ökosystemen in Agrarflächen wird der in Böden und Pflanzen gespeicherte Kohlenstoff freigesetzt, was global fast ein Viertel der Gesamtemissionen ausmacht.

Das größte CO?-Einsparpotenzial innerhalb der Bewässerungssysteme selbst liegt im Antrieb der Wasserpumpen. Die Wissenschaftler regen an, fossile Pumpen durch elektrische Systeme zu ersetzen, was die CO?-Bilanz der Landwirtschaft weiter verbessern könnte. Die Studie zeige, dass eine klimaschonende Agrarpolitik stets die direkten Emissionen auf dem Feld und die indirekten Folgen durch Landnutzungsänderungen zusammen betrachten muss.

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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