Erfolglose Pinguine nutzen soziale Informationen zur Nahrungssuche

Durch | Juni 10, 2026
Three penguins stand on a snow-covered surface, facing forward in a row.

Adélie-Pinguine, die bei der letzten Nahrungssuche wenig Erfolg hatten, orientieren sich stärker an Informationen aus der Gruppe, um neue Futterplätze zu finden. Das zeigt eine Langzeitstudie mit hochpräziser GPS- und Tauchtiefen-Überwachung eines Großteils einer Kolonie in der Antarktis.

Das internationale Team um Forscher der Graduate University for Advanced Studies (SOKENDAI) trackte gleichzeitig 96 bis 116 Individuen einer Kolonie mit 135 Brutpaaren. Die Analyse von 653 Nahrungssuch-Trips ergab, dass erfolgreiche Pinguine meist zu denselben Futterplätzen zurückkehrten („Win-Stay“-Strategie). Erfolglose Tiere hingegen verließen häufiger gemeinsam mit Artgenossen die Kolonie und nutzten deren vorherige Erfahrungen, um neue Gebiete zu erkunden („Lose-Shift“-Strategie).

Durch das gemeinsame Aufbrechen und Reisen konnten die Pinguine soziale Informationen über erfolgversprechende Futterplätze gewinnen. Dies erhöhte ihre Chancen, ausreichend Nahrung für die Aufzucht der Küken zu finden.

Die Studie, die in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht wurde (DOI: 10.1098/rspb.2026.0122), liefert empirische Belege dafür, dass Kolonien als Informationszentren funktionieren und soziale Informationsnutzung besonders nach Misserfolgen eine adaptive Strategie darstellt.

Three penguins stand on a snow-covered surface, facing forward in a row.
Adéliepinguine legen während der Brutsaison mehrere bis mehrere zehn Kilometer von ihrer Kolonie entfernte Wege zurück um nach Nahrung zu suchen

Credits
Toshitaka Imaki
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LabNews Media LLC
LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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