
London (Labnews Media LLC) – Die britische Regierung hat den Einfluss von KI-Rechenzentren auf die nationalen CO?-Emissionen massiv unterschätzt. Wie der „Guardian“ berichtet, könnten die energiehungrigen Anlagen zwischen 2025 und 2035 zwischen 34 und 123 Millionen Tonnen Kohlendioxid verursachen – mehr als das Hundertfache der bisherigen offiziellen Schätzung.
Nach Angaben der Zeitung stammen die neuen Berechnungen aus dem „Compute Roadmap“ des Ministeriums für Wissenschaft, Innovation und Technologie (DSIT). Demnach entsprächen die Emissionen 0,9 bis 3,4 Prozent der gesamten projizierten britischen CO?-Emissionen in diesem Zeitraum. Die zuvor veröffentlichte und inzwischen gelöschte Prognose hatte lediglich maximal 0,142 Millionen Tonnen pro Jahr angegeben.
Der hohe Strombedarf der Rechenzentren, der derzeit noch weitgehend aus fossilen Quellen gedeckt werde, stehe im Widerspruch zum gesetzlichen Netto-Null-Ziel bis 2050 und könnte den gesamten britischen Stromverbrauch sogar verdoppeln, schreibt der „Guardian“. Die aktualisierten Zahlen seien nach Recherchen der Organisationen Foxglove und Carbon Brief bekannt geworden. Die Regierung habe eine Stellungnahme abgelehnt.


