Rumänien: Neue kontrollierte Sprengungen an der Donau für Kernkraftwerk Cernavoda

Durch | August 3, 2026

Bukarest – Die rumänische Armee hat am Montag erneute kontrollierte Sprengungen an der Donau durchgeführt, um mehr Wasser zum Kernkraftwerk Cernavod? umzuleiten. Die erste Detonation am Sonntag hatte den Felsen Pârjoaia im Bereich des Arms Bala nicht ausreichend zerstört.

Für den zweiten Versuch wurde die doppelte Sprengstoffmenge von 60 Kilogramm eingesetzt. Anschließend sollen Lastkähne den Arm Bala blockieren und den Wasserstrom in die Alte Donau lenken, die das Kraftwerk versorgt. Zusätzlich ist das kontrollierte Versenken von Lastkähnen mit Steinschüttung vorgesehen.

Hintergrund ist die extreme Trockenheit und der historisch niedrige Donaupegel. Am Eintrittspunkt Bazia? lag der Abfluss bei 1.590 Kubikmetern pro Sekunde und soll weiter auf rund 1.450 Kubikmeter sinken – nahe dem historischen Minimum von 1985. Der langjährige August-Mittelwert beträgt 3.900 Kubikmeter pro Sekunde. Der Wasserstand bei Cernavod? fällt täglich um zwei bis drei Zentimeter.

Reaktor 1 des Kraftwerks Cernavod? ist seit sechs Tagen abgeschaltet, weil das Kühlwasser nicht ausreicht. Das Kraftwerk liefert rund ein Viertel des rumänischen Strombedarfs. Für hydrotechnische Maßnahmen zur Sicherung von Reaktor 2 wurden sieben Millionen Lei freigegeben. Die Regierung hat für August den nationalen Alarmzustand wegen der Dürre ausgerufen und große Verbraucher sowie öffentliche Einrichtungen zu freiwilligen Einsparungen in Spitzenzeiten aufgerufen.

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Autor: LabNews Media LLC

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