EL PASO, 1. September (LabNews Media LLC) – Fast vier von fünf in der Grenzregion gekauften Kinderspielzeugen enthielten mindestens ein bedenkliches Element. 12 Prozent (40 von 333 Stücken) lagen über US- und mexikanischen Sicherheitsgrenzen. Ware aus Ciudad Juárez überschritt die Schwellen rund dreimal so oft wie Ware aus El Paso, auch nach Abgleich der Produktarten. Das berichten Jesus Antonio Rodríguez-Loya und Jorge Gardea-Torresdey (University of Texas at El Paso) mit der Universidad Autónoma de Ciudad Juárez in Environmental Pollution (DOI: 10.1016/j.envpol.2026.128834).
Elf Monate lang wurden 109 Artikel in El Paso und 224 in Juárez gekauft, im Verhältnis zur Zahl der unter 14-Jährigen. Röntgenfluoreszenz (XRF) erfasste Blei, Cadmium, Arsen, Chrom, Nickel und weitere Metalle an der Oberfläche. Schmuck stellte 41 Prozent der Sammlung und das höchste Risiko. Nickel steckte in mehr als einem Drittel der Proben; ein Stück war reines Nickel, vier weitere über 60 Prozent. Blei fand sich in 3 Prozent, vor allem Billigschmuck, dekorative Teile bis 67 Prozent Blei. Arsen und Cadmium (IARC-kanzerogen) traten in 18 bzw. 15 Stücken auf – sämtlich aus Juárez. Etwa jedes achte Spielzeug trug drei oder mehr der gesuchten Elemente.
XRF misst Gesamtgehalt, Vorschriften oft die Menge, die Speichel oder Schweiß herauslösen. Die 12 Prozent sind daher ein Screening, kein rechtskräftiger Verstoß. Laugungsversuche und weitere Grenzstädte sind geplant. Kinder nehmen Metalle leichter auf als Erwachsene. Die Autoren fordern angeglichene Standards, Kennzeichnung und Kontrolle. Ein Armband wechselt die Seite in einem Nachmittag – die Analytik bisher nicht.
Credits
Die Universität von Texas in El Paso

