Harvard-Studie zeigt Klimavorteile durch Ausbau der Solarenergie in den USA

Durch | Juli 30, 2025

Eine neue Studie der Harvard T.H. Chan School of Public Health, veröffentlicht am 30. Juli 2025 in Science Advances, belegt, dass eine Steigerung der Solarstromerzeugung in den USA um 15 % die CO2-Emissionen jährlich um 8,54 Millionen Tonnen senken könnte. Die Forschung zeigt, wie gezielte Investitionen in Solarenergie erhebliche Klimavorteile bringen können, wobei die Effekte je nach Region stark variieren.

Die Forscher analysierten fünf Jahre lang stündliche Daten der US-Energiebehörde (ab Juli 2018) zu Stromerzeugung, -verbrauch und Emissionen in 13 Regionen, darunter Kalifornien, Texas, der Mittlere Westen und Neuengland. Mit einem fortschrittlichen statistischen Modell untersuchten sie die unmittelbaren und verzögerten Effekte einer erhöhten Solarstromproduktion. So führte in Kalifornien eine 15-prozentige Steigerung der Solarenergie zu einer CO2-Reduktion von 147,18 Tonnen in der ersten Stunde und weiteren 16,08 Tonnen nach acht Stunden.

Besonders in Regionen wie Kalifornien, Florida, Texas, der Mittelatlantikregion, dem Mittleren Westen und dem Südwesten zeigte der Solarausbau deutliche Emissionsrückgänge. In Gebieten wie Neuengland, Zentralengland oder Tennessee waren die Effekte hingegen gering. Erstmals quantifizierte die Studie auch grenzüberschreitende Vorteile: Eine 15-prozentige Erhöhung der Solarkapazität in Kalifornien reduzierte die Emissionen im Nordwesten um 913 Tonnen und im Südwesten um 1.942 Tonnen pro Tag.

„Unsere Ergebnisse liefern politischen Entscheidungsträgern einen Leitfaden, um Solarinvestitionen dort zu priorisieren, wo sie die größten Klimavorteile bringen“, sagte Hauptautorin Arpita Biswas von der Rutgers University. Co-Autorin Francesca Dominici, Direktorin der Harvard Data Science Initiative, betonte die Rolle der Datenwissenschaft bei der Erreichung von CO2-Reduktionszielen.

Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit regionaler Zusammenarbeit, da der Solarausbau in einer Region auch benachbarte Gebiete entlastet. Angesichts der Tatsache, dass 2023 nur 3,9 % des US-Stroms aus Solarenergie stammten, gegenüber 60 % aus fossilen Brennstoffen, könnte der Ausbau nicht nur das Klima schützen, sondern auch gesundheitliche Vorteile durch weniger Luftverschmutzung bringen.

Quelle: Harvard T.H. Chan School of Public Health

DOI

10.1126/sciadv.adq5660

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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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