
Der rapide Anstieg des Energiebedarfs durch künstliche Intelligenz (KI) führt zu einer wachsenden Nachfrage nach Uran, da Technologieunternehmen zunehmend auf Kernenergie setzen, um ihre energieintensiven Rechenzentren zu betreiben. Ein aktueller Beitrag auf Social Media hebt hervor, wie stark die KI-Entwicklung den Uranmarkt beeinflusst, und verweist auf mehrere Großprojekte führender Tech-Unternehmen.

Microsoft hat einen Vertrag mit Constellation Energy unterzeichnet, um den stillgelegten Kernreaktor Three Mile Island Unit 1 in Pennsylvania wieder in Betrieb zu nehmen. Dieses Projekt, das 2028 starten soll, wird über 20 Jahre hinweg mehr als 400 Tonnen Uran benötigen, um Microsofts KI-Rechenzentren mit sauberer Energie zu versorgen. Google hat sich mit Kairos Power zusammengeschlossen, um bis 2035 sieben kleine modulare Reaktoren (SMRs) zu bauen, die jährlich über 150 Tonnen angereichertes Uran verbrauchen werden, um eine Kapazität von 500 Megawatt bereitzustellen. Amazon plant, eine Kernenergiekapazität von 5.000 Megawatt aufzubauen, was einen jährlichen Uranbedarf von über 1.500 Tonnen erfordert, sobald die Anlagen vollständig in Betrieb sind. Oracle wiederum plant Rechenzentren mit einer Kapazität von über einem Gigawatt, die jährlich mehr als 300 Tonnen Uran benötigen.
Der Beitrag betont zudem, dass eine einzelne Anfrage an KI-Modelle wie ChatGPT etwa zehnmal so viel Energie verbraucht wie eine typische Google-Suche, was den Uranverbrauch pro Anfrage entsprechend erhöht. Diese Zahlen verdeutlichen den enormen Energiebedarf der KI-Technologie und die wachsende Abhängigkeit von Kernenergie als zuverlässige, kohlenstofffreie Energiequelle.
Die steigende Nachfrage nach Uran steht jedoch vor Herausforderungen, da das Angebot begrenzt ist. Experten warnen, dass die Versorgung mit Uran, insbesondere hochangereichertem Uran (HALEU), das für SMRs benötigt wird, durch geopolitische Spannungen und Produktionskürzungen, etwa in Kasachstan, eingeschränkt sein könnte. Zudem sind SMRs noch nicht flächendeckend erprobt, und die Entsorgung nuklearen Abfalls bleibt ein ungelöstes Problem. Dennoch sehen Tech-Unternehmen in der Kernenergie eine Schlüsselrolle, um ihre Klimaziele mit dem rasant wachsenden Energiebedarf der KI in Einklang zu bringen.
Quelle: Social-Media-Beitrag von /u/rohasnagpal, 7. August 2025

