
Es ist ein Meilenstein sowohl für den Schutz der Meere als auch für den Multilateralismus: Am 17. Januar 2026 tritt das Hochseeschutzabkommen im Rahmen der UN-Seerechtskonvention (Agreement on the Conservation and Sustainable Use of Marine Biological Diversity of Areas beyond National Jurisdiction – BBNJ) in Kraft. Damit hat sich die internationale Gemeinschaft erstmals auf einen umfassenden globalen Rechtsrahmen geeinigt, der die marine Biodiversität ausserhalb nationaler Hoheitsbefugnisse schützen soll. Diese Gebiete machen etwa zwei Drittel der Weltmeere aus und bedecken fast die Hälfte der Erdoberfläche.
Das Abkommen ist das Ergebnis von fast zwei Jahrzehnten der Verhandlungen und des Einsatzes von Regierungen, Wissenschaftler:innen und Umweltverbänden aus aller Welt. Mit dem Fortschreiten der dreifachen planetaren Krise aus Klimawandel, Artensterben und Umweltverschmutzung ist ein gesunder Ozean, der CO2 und Wärme aus der Atmosphäre aufnehmen, die Wettersysteme regulieren und zum Lebensunterhalt von Milliarden Menschen beitragen kann, umso wichtiger.
Das Hochseeschutzabkommen kann zum Rettungsanker für die Biodiversität der Meere werden. Es gibt der internationalen Gemeinschaft ein rechtsverbindliches Instrument an die Hand, das Leben im Meer zu schützen, indem Meeresschutzgebiete eingerichtet und vor der Genehmigung von Eingriffen Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt werden.

Fabienne McLellan, Geschäftsführerin von OceanCare sagt:
„Heute ist ein historischer Tag für die Weltmeere. Das Inkrafttreten des BBNJ-Abkommens ist der Höhepunkt von Jahren intensiver Verhandlungen und multilateraler Anstrengungen. Die internationale Gemeinschaft unternimmt einen bedeutenden Schritt zur Schliessung von Regulierungslücken und rechtsfreien Räumen, die den grössten Lebensraum der Welt betreffen – einen Lebensraum, der gleichzeitig allen und niemandem gehört. Dieses Abkommen ist eine Rettungsleine hin zur Erhaltung der Hochsee und zur wirksamen Bewältigung und Eindämmung grenzüberschreitender Bedrohungen, damit diese riesigen Gewässer als Lebensraum für Meeresbewohner bewahrt werden“, sagt Fabienne McLellan, Geschäftsführerin von OceanCare.

