
Washington (Labnews Media LLC) – Wie die Fachzeitschrift Ars Technica berichtet, ist ein zentraler Versuch der Trump-Administration und republikanischer Abgeordneter, den US-amerikanischen Endangered Species Act (ESA) massiv zu schwächen, vorläufig gescheitert. Der für den Earth Day (22. April 2026) geplante Abstimmungstermin im Repräsentantenhaus über den Gesetzentwurf H.R. 1897 wurde kurzfristig abgesagt.
Der ESA Amendments Act sollte die bestehenden Schutzregelungen des seit 1973 geltenden Artenschutzgesetzes erheblich einschränken. Vorgesehen waren unter anderem eine Begrenzung des Habitatschutzes, die Einführung von Wirtschafts- und Sicherheitsanalysen bei der Aufnahme von Arten in die Schutzliste sowie verkürzte Fristen für die Streichung von Arten aus der Liste. Die Maßnahmen zielten darauf ab, fossile Brennstoffproduktion und industrielle Vorhaben zu erleichtern.
Der plötzliche Abbruch der Abstimmung geht auf Widerstand innerhalb der republikanischen Fraktion zurück. Besonders Abgeordnete aus Florida äußerten Bedenken, da der Gesetzentwurf die Ökosysteme der Region – darunter die Everglades mit ihren gefährdeten Arten wie Manatis und Florida-Panthern – bedrohen könnte. Diese Gebiete sind für den Tourismus von großer wirtschaftlicher Bedeutung.
Umweltverbände wie Defenders of Wildlife hatten zuvor in einem offenen Brief mit mehr als 275 Organisationen vor den Folgen gewarnt und eine Ablehnung des Gesetzes gefordert. Die Absage des Votums gilt als deutlicher Rückschlag für die Bemühungen der Trump-Administration, den ESA langfristig zu schwächen. Ob der Entwurf zu einem späteren Zeitpunkt erneut auf die Tagesordnung kommt, bleibt offen.


