Guangzhou – WaldBäume verändern ihre physiologischen Eigenschaften bei längerer Trockenheit nur geringfügig. Das zeigt eine globale Auswertung von 40 Durchfall-Reduktionsexperimenten, die in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde (DOI: 10.1073/pnas.2622754123).
Ein Team um Xingyun Liang und Qing Ye vom South China Botanical Garden der Chinesischen Akademie der Wissenschaften untersuchte 24 Merkmale des Wassertransports, der Dürre-Resistenz und der Kohlenstoffaufnahme. Die Experimente leiteten einen Teil des Niederschlags unter dem Kronendach ab und simulierten so anhaltenden Wassermangel unter natürlichen Bedingungen.
Embolie-Resistenz, hydraulische Effizienz, Nährstoffkonzentrationen in den Blättern und Photosynthesekapazität blieben weitgehend unverändert. Die Bäume hielten ihre Leistungsfähigkeit aufrecht, um nach Regen möglichst viel Kohlenstoff aufnehmen zu können. Gleichzeitig sanken die Wasserpotenziale im Gewebe, während die Embolie-Resistenz stabil blieb. Dadurch verkleinerten sich die hydraulischen Sicherheitsmargen deutlich.
Die Photosynthese ging zurück, weil die Spaltöffnungen geschlossen wurden. Die Vorräte an nichtstrukturellen Kohlenhydraten blieben jedoch stabil. Kohlenstoffmangel scheint demnach nicht die Hauptbegrenzung zu sein – vielmehr erhöht die engere hydraulische Sicherheitsmarge das Risiko.
Die Ergebnisse stellen die Annahme infrage, dass Wälder sich an ein trockeneres Klima wesentlich anpassen können.
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Bild von CHEN Zhicheng

