University Park – Unkonventionelle Erdgasförderung kann den Salzgehalt im Grundwasser erhöhen und dadurch radioaktives Radium freisetzen. Das zeigt eine Studie der Pennsylvania State University, die in Environmental Science & Technology veröffentlicht wurde (DOI: 10.1021/acs.est.6c05003).
Ein Team um Nathaniel Warner untersuchte 91 Proben aus privaten Brunnen und Quellen in den Countys Washington und Greene im Südwesten Pennsylvanias. Die Proben stammten aus Entfernungen von etwa 800 Metern bis etwas mehr als fünf Kilometern zu Förderanlagen.
Sechs Proben, die möglicherweise mit Fracking-Abwässern in Verbindung standen, wiesen erhöhte Radiumwerte auf. Proben innerhalb von drei Kilometern um Förderanlagen zeigten häufiger höhere Radiumkonzentrationen. Alle gemessenen Werte lagen jedoch innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte der US-Umweltschutzbehörde EPA.
Höhere Salinität kann Radium und andere Schwermetalle aus dem Gestein lösen. Die Forschenden betonen, dass erhöhte Salzgehalte auch andere Ursachen haben können – etwa Streusalz, Kläranlagen oder tierische Ausscheidungen. Dennoch sei der Zusammenhang mit der Nähe zu Förderanlagen auffällig.
Pennsylvania deckte 2024 etwa ein Fünftel der US-Erdgasproduktion ab. Die Autoren fordern weitere Untersuchungen, auch zu stillgelegten Bohrlöchern, und betonen die Bedeutung der Einbindung der betroffenen Gemeinden.
Credits
Bereitgestellt von Nathaniel Warner

