COP17: Leibniz-Institut begleitet UN-Biodiversitätskonferenz in Armenien

Durch | Oktober 20, 2026
Beaver sitting in a shallow pool of water with autumn leaves floating around it.

Das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) begleitet die 17. UN-Biodiversitätskonferenz (COP17) vom 19. bis 30. Oktober in Jerewan als akkreditierte Beobachterorganisation. Für die Umsetzung der internationalen Biodiversitätsziele hält das Institut insbesondere die Stärkung der Forschung in artenreichen Regionen und den freien Zugang zu digitalen Sequenzinformationen für entscheidend.

Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Frage, wie weit die Umsetzung des Kunming-Montreal-Weltnaturabkommens von 2022 vorangekommen ist und welche Schritte zur Erreichung der Ziele nötig sind. Mit Karen Meusemann und Björn Rulik verfolgen zwei LIB-Forschende die Konferenz vor Ort und tauschen sich mit langjährigen und neuen Partnern aus dem Kaukasus aus.

Der Kaukasus ist für das LIB seit vielen Jahren eine wichtige Forschungsregion. Im Projekt Caucasus Barcode of Life (CaBOL) und im Rahmen des Erasmus-Austauschs arbeitet das Institut mit wissenschaftlichen Einrichtungen in Georgien und Armenien zusammen. Ziel ist es, die Artenvielfalt der Region zu erforschen, wissenschaftliche Expertise vor Ort zu stärken und langfristige Forschungskapazitäten aufzubauen. Bereits am 12. September organisierte das LIB gemeinsam mit der Staatlichen Universität Jerewan, dem Acopian Center for the Environment und SOLUTION LLC in den Dalma Gardens in Jerewan einen BioBlitz, bei dem Interessierte mit Fachleuten die Artenvielfalt erkundeten und dokumentierten.

LIB-Generaldirektor Bernhard Misof betonte, es gehöre auch zur Verantwortung der Wissenschaft des globalen Nordens, die Forschung von Kolleginnen, Kollegen und Partnern in Biodiversitäts-Hotspots zu unterstützen. Ziel sei ein globales Netzwerk des Biodiversitätswissens. „Biodiversität kennt keine nationalen Grenzen und Biodiversitätswissen sollte dies auch nicht tun.“

Ein weiterer Schwerpunkt des LIB bei der COP17 sind digitale Sequenzinformationen (DSI). Diese Daten seien unverzichtbar, um biologische Vielfalt zu erforschen, Veränderungen zu erkennen und fundierte Schutzentscheidungen zu treffen. Das Institut setzt sich daher für einen freien Zugang zu DSI und einen fairen, praktikablen internationalen Vorteilsausgleich ein. Rulik sagte, ein globaler, freier und offener Zugang zu DSI sei für die Biodiversitätsforschung sowie für Entscheidungen über Schutz, Erhalt und nachhaltige Nutzung von Ressourcen unerlässlich.

Bereits vor der Konferenz hatte das LIB gemeinsam mit vier weiteren naturkundlichen Forschungseinrichtungen an die deutsche Politik appelliert, die Ziele des Weltnaturabkommens entschlossen umzusetzen. Gefordert werden unter anderem eine verlässliche Finanzierung des Biodiversitätsschutzes, die Stärkung wissenschaftlicher Grundlagen und ein wirksamer internationaler Rahmen für den Umgang mit Biodiversitätsdaten. Misof unterzeichnete den gemeinsamen Brief.

Biber. Credits Unsplash
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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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