DFG bewilligt neuen Sonderforschungsbereich „VirusREvolution“ und verlängert „CATALIGHT“ an der Universität Jena

Durch | Mai 15, 2026
In einem Forschungslabor des SFB/TRR »CATALIGHT«: Katalyselösungen mit lumineszierendem Ruthenium-Farbstoff, die im Reaktor mit sichtbarem Licht bestrahlt werden. | Quelle: Elvira Eberhardt / Uni Ulm

Jena (Labnews Media LLC) – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert einen neuen Sonderforschungsbereich an der Universität Jena und verlängert einen bestehenden Transregio. Neu bewilligt wurde der SFB „VirusREvolution: Decoding tools for virus research“. Zudem geht der SFB/TRR 234 „CATALIGHT“ der Universitäten Jena und Ulm in die dritte Förderphase.

Der neue SFB „VirusREvolution“ entwickelt interdisziplinäre bioinformatische, photonische und experimentelle Werkzeuge für die Virusforschung. Ziel ist es, Viren schneller zu erkennen, besser zu charakterisieren und Ausbrüche präziser zu analysieren. Sprecherin ist Prof. Dr. Manja Marz. Der Verbund verbindet Expertise aus Bioinformatik, Virologie, Mikrobiologie, Medizin, Chemie und Photonik. Als Modellsysteme dienen unter anderem SARS-CoV-2 und der Vibriophage N4. Beteiligt sind neben der Universität Jena und dem Universitätsklinikum Jena weitere Jenaer Institute sowie Partner aus Leipzig, Braunschweig, Gießen, München, Münster, Greifswald und Berlin.

Der SFB/TRR 234 „CATALIGHT – Lichtgetriebene molekulare Katalysatoren in hierarchisch strukturierten Materialien“ wird in der dritten Förderphase fortgesetzt. Der Verbund erforscht, wie Sonnenlicht nach dem Vorbild der Photosynthese für die umweltfreundliche Herstellung solarer Brennstoffe, insbesondere grünen Wasserstoff, genutzt werden kann. Sprecher sind Prof. Dr. Felix H. Schacher (Jena) und Prof. Dr. Sven Rau (Ulm). In der neuen Phase sollen die bisher entwickelten lichtgetriebenen Katalysen effizient miteinander verknüpft werden.

Beide Sonderforschungsbereiche stärken zentrale Forschungsfelder der Universität Jena – von Mikrobiologie, Infektionsforschung und Bioinformatik bis hin zu Photonik, innovativen Materialien und nachhaltiger Energiegewinnung. Die Bewilligungen unterstreichen die hohe wissenschaftliche Leistungsfähigkeit des Standorts Jena in interdisziplinärer Spitzenforschung.

In einem Forschungslabor des SFB/TRR »CATALIGHT«: Katalyselösungen mit lumineszierendem Ruthenium-Farbstoff, die im Reaktor mit sichtbarem Licht bestrahlt werden. | Quelle: Elvira Eberhardt / Uni Ulm
In einem Forschungslabor des SFBTRR CATALIGHT Katalyselösungen mit lumineszierendem Ruthenium Farbstoff die im Reaktor mit sichtbarem Licht bestrahlt werden | Quelle Elvira Eberhardt Uni Ulm
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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
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