Hamburger sehen Klimawandel als große Bedrohung

Durch | Juli 1, 2026
Elbphilharmonie concert hall with a wavy glass facade rising from a brick base by Hamburg harbor, reflected in the water.5c2 The iconic Hamburg building with a glassy, curved roof on the riverfront.5c2

Hamburg (LabNews Media LLC) – Die Mehrheit der Hamburger sieht den Klimawandel als große Bedrohung für die Stadt. Dies ergibt die Langzeitstudie „Risikobewusstsein Hamburger Bürger_Innen für den Klimawandel 2026“ des Helmholtz-Zentrums Hereon. So viele Befragte wie nie zuvor fühlen sich persönlich von Naturkatastrophen betroffen.

Sturmfluten, Überschwemmungen und Stürme werden als größte Gefahren eingeschätzt. Das Risikobewusstsein ist vor allem bei jungen Menschen gestiegen. In der Altersgruppe der 14- bis 39-Jährigen sehen 45 Prozent den Klimawandel als große Bedrohung – ein Anstieg um sieben Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt nehmen 63 Prozent der Befragten den Klimawandel als große oder sehr große Bedrohung wahr. 56 Prozent gehen davon aus, dass die Folgen bereits heute spürbar sind. Gleichzeitig gaben 64 Prozent an, es für möglich zu halten, selbst von einer Naturkatastrophe betroffen zu sein – ein neuer Höchstwert.

Die Studie wird seit 2008 jährlich durchgeführt. In diesem Jahr wurden rund 500 Hamburgerinnen und Hamburger telefonisch befragt. „Mit dieser Langzeitstudie untersuchen wir die tiefgehenden Einstellungen zum Klimawandel sowie Trends, die jenseits tagesaktueller Diskussionen die gesellschaftlichen Einstellungen bestimmen“, erklärte Prof. Beate Ratter vom Hereon-Institut für Küstensysteme.

Mehr Menschen treffen persönliche Vorsorgemaßnahmen. 76 Prozent nutzen Warn- und Wetter-Apps, 57 Prozent legen Notvorräte an. Die Bereitschaft zum Abschluss von Versicherungen gegen Klimaschäden ist dagegen auf 39 Prozent gesunken.

Das Klima gewinnt als politisches Thema an Bedeutung und landete mit 11 Prozent erstmals unter den am häufigsten genannten Problemen. Die größten Sorgen bereiten jedoch weiterhin Verkehr, Mieten und Wohnung sowie Baustellen.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Klimawandel von einer stabilen Mehrheit als ernstzunehmende Gefahr eingeschätzt wird. Gleichzeitig verändere sich die gesellschaftliche Debatte über persönliche Betroffenheit und politische Verantwortung, so die Studienautorin Johanna Nicolaysen.

Auch in Hamburg spürt man Veränderungen | Quelle: Jonas Tebbe via unsplash | Copyright: Jonas Tebbe
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LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
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