Klimawandel beschleunigt den Wechsel von Dürren und Fluten

Durch | September 15, 2026
Clock-like climate timeline showing slow historical changes and fast warming; illustrating flood, drought, and transition risks leading to inequality between rich and poor.

Der rasche Wechsel von extremen Trockenperioden und Überschwemmungen nimmt durch die Erderwärmung signifikant zu und trifft einkommensschwache Schichten besonders hart. Eine neue Studie unter der Leitung von Wei Qi zeigt auf der Basis von Klimaprojektionen sowie hydrologischen und sozioökonomischen Kartierungen, dass diese aufeinanderfolgenden Klimaextreme komplexe Schäden verursachen und die gesellschaftliche Kluft weiter vertiefen. Die wissenschaftliche Untersuchung wurde im Fachjournal PNAS Nexus veröffentlicht.

Drastischer Frequenzanstieg und regionale Hotspots

Das Forschungsteam analysierte für China drei verschiedene Typen von hydrologischen Übergängen: den klassischen Dürre-Flut-Wechsel, den direkten Übergang von einer Dürre zu einer Flut sowie den umgekehrten Wechsel von einer Flut zu einer Dürre. Den Berechnungen zufolge steigt die durchschnittliche Häufigkeit all dieser Ereignistypen mit jeder Erderwärmung um 0,5 °C um 10,09 Prozent.

Auch die jährlich von diesen extremen Schwankungen betroffenen Flächen werden sich voraussichtlich massiv ausweiten. Als landesweite geografische Hotspots, die konstant von diesen oszillierenden Krisen betroffen sind, kristallisierten sich in den Modellen das Jangtse-Becken und die Nordchinesische Tiefebene heraus. Solche direkt aufeinanderfolgenden Extreme belasten unter anderem landwirtschaftliche Kulturen extrem und führen zu erheblichen Ernteeinbußen. Zudem wird die Fähigkeit der Bevölkerung geschwächt, sich auf eine neue Katastrophe vorzubereiten, wenn die Folgen der vorherigen Krise noch nicht bewältigt sind.

Einkommensschwache Bevölkerung als Hauptleidtragende

Die sozioökonomische Kartierung der Studie verdeutlicht eine stark ungleiche Verteilung der Risiken. Bevölkerungsgruppen mit niedrigem Einkommen sind demnach dem steilsten relativen Anstieg dieser schnellen hydrologischen Übergänge ausgesetzt. Die Autoren betonen, dass der Klimawandel hierdurch als regressive Kraft wirkt. Er vertieft die Kluft zwischen einer resilienten, wohlhabenden Bevölkerungsschicht und den armen, besonders vulnerablen Gruppen, die kaum über Ressourcen zur Anpassung verfügen.

Die Studie ist unter der DOI 10.1093/pnasnexus/pgag283 dokumentiert.

Konzeptionelles Diagramm von Dürre-–-Überschwemmungswechselereignissen und damit verbundenen Auswirkungen.Kredit
Qi et al.
Konzeptionelles Diagramm von Dürre Überschwemmungswechselereignissen und damit verbundenen Auswirkungen

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Qi et al
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LabNews Media LLC
LabNews: Biotech. Digital Health. Life Sciences. Pugnalom: Environmental News. Nature Conservation. Climate Change. augenauf.blog: Wir beobachten Missstände
Autor: LabNews Media LLC

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