Houston – Bereits 24 Stunden nach einem Feuerwehreinsatz zeigen sich messbare Veränderungen in Blut und Urin. Das belegt eine Studie der University of Texas Health Science Center, die in Environment & Health veröffentlicht wurde (DOI: 10.1021/envhealth.6c00062).
Ein Team um Jooyeon Hwang untersuchte Proben von 30 Feuerwehrleuten vor und nach der Exposition gegenüber Brandrauch. Im Urin veränderten sich 75 Proteine signifikant, im Blutserum zehn. Mehrere der betroffenen Urin-Proteine stehen mit krebsrelevanten Signalwegen in Verbindung, darunter solche, die mit kleinzelligem Lungenkrebs assoziiert sind.
Eine synchrone Verschiebung der Proteine LAMA4, LAMC1, VWF und B2M spiegelt frühe krebsbezogene zelluläre Stressreaktionen und eine geschwächte Immunabwehr wider. Der Urin erwies sich als empfindlicherer und nicht-invasiver Indikator als das Blut.
Die Forschenden sehen darin die Möglichkeit, Risiken frühzeitig zu erkennen, noch bevor chronische Erkrankungen entstehen. Künftig sollen Biomarker-Screenings in die arbeitsmedizinische Überwachung von Feuerwehrleuten integriert werden. Weitere größere Längsschnittstudien sind geplant.
Credits
UTHealth Houston

