
Wissenschaftler des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) entwickeln im EU-Projekt HALLOA zusammen mit fünf Partnern aus Frankreich und Italien ein robustes LiDAR-Lasersystem zur Messung von Treibhausgasen aus dem Weltraum. Ziel ist die Bereitstellung präziser Daten zum Klimawandel und die Stärkung der technologischen Unabhängigkeit Europas.
Das System basiert auf einer hybriden Architektur, die Vorteile faseroptischer und Freistrahl-Designs kombiniert. Es nutzt Faser- und Festkörperverstärker, um Komplexität zu reduzieren und die Entwicklung zu beschleunigen. Der gepulste Thulium-Faserverstärker arbeitet im nahen Infrarotbereich bei 2,05 µm Wellenlänge.

Die Partner bauen einen Prototyp ausschließlich mit europäischen Komponenten und erreichen Technologiereifegrad (TRL) 6. Sie erarbeiten ein Missionskonzept, definieren Anforderungen an das LiDAR-System, entwickeln optomechanisches Design und angepasste Laserdioden bei 790 nm. Der Faserverstärker wird in ein hybrides Gesamtsystem integriert.
Das LZH übernimmt Tests auf Weltraumtauglichkeit, darunter Vibrations-, Schock-, Temperaturwechsel- und Bestrahlungstests. Der Verstärker soll innerhalb von drei Jahren von TRL 4 auf 6 gesteigert werden.
Das Projekt Hybrid Amplifier Laser for LIDAR OperAtions (HALLOA) wird von ONERA geleitet und umfasst École Polytechnique, Keopsys Industries, Lumibird Photonics Italia Srl und Erdyn Consultants SAS. Es wird im Rahmen von Horizont Europa unter Förderkennzeichen 101189970 finanziert.

