Forschende haben neuartige biomimetische Materialien entwickelt, die auf mehrere äußere Reize reagieren und Öl und Wasser hochselektiv voneinander trennen können. Die sogenannten multi-responsiven superwettbaren Oberflächen könnten künftig bei der Reinigung von Ölkatastrophen oder der industriellen Abwasserbehandlung eingesetzt werden.
Die Materialien ahmen natürliche Vorbilder wie die Oberflächen von Lotusblättern oder Fischschuppen nach und wechseln ihre Benetzbarkeit je nach äußeren Einflüssen wie pH-Wert, Licht, Temperatur oder elektrischem Feld. Dadurch lassen sich Öl und Wasser gezielt und reversibel trennen, ohne chemische Zusätze oder hohen Energieaufwand.
Die Studie, die in der Fachzeitschrift Small veröffentlicht wurde, zeigt, dass die neuen Materialien eine hohe Trenneffizienz, gute Wiederverwendbarkeit und mechanische Stabilität aufweisen. Die Forscher sehen darin einen wichtigen Fortschritt für umweltverträgliche Trenntechnologien.
Solche superwettbaren Materialien gelten als vielversprechende Lösung für die Bewältigung von Ölverschmutzungen und die nachhaltige Aufbereitung von Industrieabwässern. Die Entwicklung unterstreicht das Potenzial der Biomimetik, natürliche Prinzipien für technische Anwendungen nutzbar zu machen.

