
Höhere Belastung mit Feinstaub (PM2.5) ist einer internationalen Studie zufolge mit niedrigeren klinischen Schwangerschafts- und Lebendgeburtenraten bei assistierter Reproduktionstechnologie (ART) verbunden. Die Untersuchung umfasste Daten aus Europa, Nordamerika und Ostasien und wurde auf der 42. Jahrestagung der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE 2026) in London vorgestellt.
Das Forschungsteam der Taiwan IVF Group und des Ton Yen General Hospital arbeitete mit Professor Barry Behr von der Stanford University zusammen. Für die Analyse wurden öffentlich verfügbare ART-Registerdaten der Jahre 2010 bis 2022 mit Umweltdaten der Weltgesundheitsorganisation, der Europäischen Umweltagentur und der NASA verknüpft. Unterstützt wurde die Auswertung durch KI-gestützte Methoden.
In Regionen mit höherer PM2.5-Exposition lagen die klinischen Schwangerschaftsraten um etwa fünf bis zwölf Prozent und die Lebendgeburtenraten um etwa vier bis zehn Prozent niedriger als in weniger belasteten Gebieten. Die Trends zeigten sich konsistent in allen drei untersuchten Kontinenten.
Die Ergebnisse erweitern die Hinweise darauf, dass die Luftqualität ein potenziell beeinflussbarer Faktor für den Erfolg von Kinderwunschbehandlungen sein könnte. Die Studie wurde unter anderem von dem Schüler und Forschungspraktikanten Jeffrey Zi Kang Huang vom Taipei American School vorgestellt.


