
Ibadan (LabNews Media LLC) – Eine optimierte Steuerung hybrider Mikronetze für Privathaushalte kann die Energiekosten deutlich senken und den Dieselverbrauch sowie die CO?-Emissionen stark reduzieren. Das zeigt eine Studie nigerianischer Forschender.
Mithilfe der Particle-Swarm-Optimierung (PSO) analysierten die Wissenschaftler verschiedene Kombinationen aus Photovoltaik, Windkraft, Dieselgeneratoren und Batteriespeichern. Im Vergleich zu Standardsimulationen mit der Software HOMER sank der Netto-Gegenwartswert der Kosten um 12,01 Prozent, die Energiekosten um 16,09 Prozent. Der Dieselverbrauch ging um 50 Prozent zurück, die CO?-Emissionen um 17,65 Prozent.
Besonders wirksam war der Einsatz von Batteriespeichern: Allein durch sie ließ sich der Dieselverbrauch um 74,44 Prozent und die Emissionen um 80,81 Prozent senken. Die vollständige Hybridkombination aus allen Komponenten erzielte die besten Ergebnisse bei Kosten, Verbrauch und Emissionen bei gleichzeitig hoher Versorgungssicherheit.
„Hybride Mikronetze gehen nicht nur darum, erneuerbare Energien hinzuzufügen, sondern auch darum, sie intelligent zu steuern“, erklärte Richard Oladayo Olarewaju, einer der Autoren. Die Batteriespeicher fungierten als Brücke zwischen der Verfügbarkeit erneuerbarer Energie und dem Haushaltsbedarf.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Energy & Environment Nexus veröffentlicht. Die Forschenden sehen in der optimierten Steuerung ein wichtiges Instrument für die dezentrale Energieversorgung, insbesondere in Regionen mit unzuverlässiger Stromversorgung.

Optimales Energiemanagement dezentraler Energiequellen für ein hybrides Wohnmikronetz
Kredit
Temitope Raphael Ayodele, Ayodeji Samson Olatunji Ogunjuyigbe, Ifiokobong John Dickson und Richard Oladayo Olarewaju

